
⚠️ Abschied vom Projekt „Sharing Family“- Keine Fairteilung ab Januar 2026⚠️
Nach intensiver und sorgfältiger Überlegung haben wir uns dazu entschieden, die Lebensmittelausgabe „Sharing Family“ in ihrer bisherigen Form nicht mehr fortzuführen..
Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen.
In den vergangenen Monaten sind die Anforderungen und der organisatorische Umfang des Projekts stetig gewachsen. Gleichzeitig fehlen uns aktuell die notwendigen haupt- und ehrenamtlichen Kapazitäten, um die Ausgabe verantwortungsvoll und verlässlich weiterzuführen. Auch der hohe Krankenstand hat die Situation zusätzlich erschwert. Wir mussten ehrlich feststellen: In dieser Größe und Struktur können wir das Projekt nicht mehr tragen.
Vor allem aber hat sich etwas verändert, das für uns immer im Mittelpunkt stand – das Familiäre, die persönliche Begegnung und der ursprüngliche Gedanke von „Sharing Family“. Unser Ziel war nie, einfach nur eine weitere Ausgabestelle für Lebensmittel zu sein. In unserer Stadt gibt es etablierte Tafeln und Angebote, an die sich Menschen weiterhin wenden können.
Was bleibt – und was uns weiterhin antreibt:
Wir werden auch künftig mit geretteten Lebensmitteln kochen und Räume für Begegnung schaffen. Unser Fokus liegt wieder stärker auf Nachbarschaft, Gemeinschaft und echter persönlicher Verbindung.
Unsere bestehenden Angebote laufen selbstverständlich weiter:
- Kiez-Küche
- Mode Keller
- Friseur Salon
- weitere Veranstaltungen und Begegnungsformate
Alle aktuellen Termine finden Sie unter:
www.wasmitherz.de/programm
Wir danken allen Ehrenamtlichen, Unterstützer:innen und Besucher:innen, die „Sharing Family“ mitgetragen und geprägt haben. Dieses Projekt war nur durch Ihr Engagement möglich.

Lebensmittel-Fairteilung 30167
Im April 2020 – mitten im ersten Corona-Lockdown – haben viele engagierte Menschen aus der Nordstadt eine wöchentliche Lebensmittel-Fairteilung ins Leben gerufen: die „Sharing Family“. Was als schnelle solidarische Antwort auf geschlossene Tafeln begann, wurde bald zu weit mehr als einer Lebensmittelausgabe. Wir teilten nicht nur gerettete Lebensmittel, sondern auch die Freuden und Sorgen des Alltags. Begegnungen, Gespräche, gegenseitige Unterstützung – wie eine echte Stadtteil-Familie eben.
Einmal wöchentlich konnten Menschen mit finanziellen Engpässen eine Grundversorgung für ihren Haushalt bei uns abholen. Familien, Rentner:innen, Student:innen, Freischaffende und Kurzarbeiter:innen – viele Menschen in unserer direkten Nachbarschaft waren und sind auf Unterstützung angewiesen. Dank zahlreicher Ehrenamtlicher und Unterstützer:innen lief das Projekt seit dem 20.04.2020 kontinuierlich. Wir kooperierten mit Foodsharing-Initiativen, der Obdachlosenhilfe und weiteren Organisationen und teilten Großspenden bedarfsorientiert auf.
Außerdem entstand einmal im Quartal unser UMSONST-Flohmarkt, bei dem sich Menschen kostenlos mit Kleidung und Alltagsgegenständen versorgen konnten – niedrigschwellig, würdevoll und solidarisch.
Über all die Jahre hinweg war „Sharing Family“ ein Ort gelebter Solidarität. Ein Projekt, das aus einer Krise entstand – und vielen Menschen Halt und Gemeinschaft bot.
Nach intensiver Überlegung haben wir uns entschieden, die Lebensmittelausgabe in dieser Form zu beenden. Die Anforderungen und der Umfang des Projekts sind über die Jahre stark gewachsen, während unsere personellen Kapazitäten zurückgegangen sind. Vor allem aber möchten wir unseren Fokus wieder stärker auf das legen, was uns im Kern ausmacht: Begegnung, Nachbarschaft und das Familiäre. Wir kochen weiterhin mit geretteten Lebensmitteln in unserer Kiez-Küche und schaffen Räume für Austausch und Gemeinschaft. Die Idee des Teilens lebt weiter.
Niemand ist allein. #sharingiscaring 💛


